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Die Max-Oertz-Regatta 2018

(Do. 24.05. - So. 27.05.2018 )

Wir bereiten uns schon auf die nächste Veranstaltung vor.

Auf dieser Seite einige "Rückblicke"

Bilder der letzten Regatten hat Wolf Hansen "geschossen" die gibt´s hier vom Freiteag,

oder hier Vom Samstag.


Vielen Dank auch an Nico Kraus  (Yacht-Foto).

seine Bilder hier.


Weser Kurier

und Bilder der 12er von Volker Kölling (u.A. Bremer Weser-Kurier)

der uns auch auf den nebenstehenden Artikel aufmerksam machte.
An Bord der Anita sowie
A&R-America´s Cupper im Race

vielen Dank.


In unsererer "Galerie" sind auch die letzten Jahre

Die Ergebnisse uner "Ergebnisse"

Rezensiert - Die Max Oertz Regatta 2017

Die Max Oertz Regatta aus Sicht eines Segel-Neulings

Ich sitze am Neustädter Hafen, eine Tasche, bepackt mit Wasser und Sonnencreme, neben mir und beobachte das Treiben auf den Segelyachten. Männer mit Caps, Frauen mit weißen Shirts, Jungs mit Tennissocken und Mädchen mit geflochtenen Zöpfen bereiten ihre Boote für die 17. Max Oertz Regatta vor. Einige ihrer Zurufe kann ich aufschnappen:

Wir machen heute eine Genussfahrt!

Das Sturmsegel können wir heute draußen lassen!

Hast du noch Schuhe? Bootsschuhe? 42? Er hat noch keine Schuhe!

Ich lasse mich von der vorfreudigen Stimmung im Hafen anstecken. Jeder hilft hier jedem. Das finde ich bemerkenswert. Das Besondere für mich heute, am 26. Mai 2017: Ich bin nicht nur Zuschauerin, ich starte mit! Das erste Mal an Bord einer Segelyacht! Mein Herz springt vor Aufregung.

Wie kam ich, Segel-Neuling, zu diesem Glück?

Ich war am Tag zuvor aus Berlin nach Neustadt gereist, um das Meer zu sehen. Nachts, nach einer Joggingrunde am Strand, waren mir die orangenen Lichter und die südländische Musik aus dem Regattazelt auf der Hafenwestseite aufgefallen. Dem Knurren meines Magens folgend, bestellte ich an der Bar eine Auswahl vom Buffet. Auf einem der Bierbänke genoss ich mein Nachtmahl. Dann fragte ich einen Mann vorwitzig: Kann man denn bei der Regatta noch mitfahren? Ich erwartete ein Nein, wurde aber von einem Ja überrascht.

So einfach?

Ja, so einfach.

Der Mann lachte. Ich lachte.

Später gesellten sich noch andere Segler hinzu. Darunter auch mein zukünftiger Skipper, bei dem ich mich sofort versicherte:

Auf deinem Boot gibt es doch ein Geländer, oder?

Allgemeines Gelächter.

Auf einem Segelboot gibt es kein Geländer, nur eine Reling. Und nein, auf meinem Segler gibt es keine Reling.

In meinem Kopf drängten sich Szenen von stürmischen Sturzfluten auf. Morgen würde ich vom Boot fallen und in der kalten Ostsee um mein Leben kämpfen!

Ich war dankbar als mich ein anderer Mann in das Einmaleins des Segelns einweihte; vom Grundsatz her sei es wie Fliegen, nur dass die „Flügel“ nicht waagrecht, sondern senkrecht seien. Aha. Sattelfest fühlte ich mich noch lange nicht, aber ich ließ mich von den schwärmenden Worten meiner Gesprächspartner begeistern: Draußen auf dem Meer, mit dem Abstand zum Alltag, da fühlst du: Ich brauche nichts. Du lernst: Ich kann die Natur nicht ändern, aber ich kann die Böen sehen, fühlen und für mich nutzen.

Segeln ist für die Menschen hier eine Leidenschaft. Sie lieben ihre Schiffe, das ist spürbar!

Am nächsten Morgen um 11 Uhr bin ich startklar. Ich darf auf der Cherie, einem fast 70 Jahre alten, dänischen Boot aus Mahagoni-Holz mitsegeln. Zusammen mit 60 anderen Yachten werden wir heute aus dem Neustädter Hafen auslaufen, dann draußen auf dem Meer unser Segelglück suchen.

Für die Regatta werden die Schiffe in verschiedene Klassen eingeteilt. Die beiden 12mr Yachten müssen viel schneller sein als die kleinsten Yachten; es ist wie ein Wettkampf zwischen Gazelle und Schnecke und trotzdem geht es hier gerecht zu.

Wir sind zu dritt auf unserem Boot. Mit Motor fahren wir als einer der Ersten raus. Es ist nahezu windstill. Wir tuckern entspannt vor uns hin und üben ein paar Manöver. Die ersten meines Lebens. Dann warten wir. Zwei Stunden. Das Seglerleben erscheint mir viel gemütlicher als ich es noch am Vorabend erwartet hatte. 61 Schiffe treiben auf der Ostsee herum, es wird gelacht und gescherzt, gegrüßt und geträumt.

Doch dann geht’s los! Mit den ersten Böen ertönt das letzte Startsignal. Wir entdecken die erste gelbe Tonne und gehen auf Kurs. Ich lerne schnell, dass Segeln mit extremen Wechseln zu tun hat, von Entspannung auf volle Konzentration. Halse, Fock, Spinnaker, Baum, die Begriffe klingen für mich fremd. Aber meine Mannschaftskollegen wissen, was zu tun ist. Ich ziehe nur hin und wieder an roten, grünen und blauen Schnüren, zerre den Spi raus und rein. Jede Wende ist für mich ein Abenteuer!

Zwischendurch bleibt dann wieder Zeit zum Genießen. Ich kann die Leidenschaft der Segler hier bei der Max Oertz Regatta nachvollziehen. Diese Nähe zum Wasser, das stille Dahingleiten, das genaue Beobachten und präzise Reagieren auf die Natur! Immer wieder geht es um Zentimeter, um Anziehen oder Lösen.

Später an Land wird mir berichtet, dass die Route heute während der Fahrt geändert wurde, das habe ich selbst gar nicht registriert. Der unbeständige Wind hat die Organisatoren dazu gedrängt. Für Anfänger gut, für erfahrene Segler vielleicht etwas enttäuschend.

Doch beim abendlichen, traditionellen Spargelessen ist jede Enttäuschung verflogen. Bei perfekt gegartem Spargel sitzen die Segler beisammen, reden, lachen und singen was das Zeug hält. Ich muss grinsen und bin froh, dass ich einen Tag der diesjährigen Max Oertz Regatta miterleben durfte. Die Segler und Seglerinnen bleiben mir als unglaublich gastfreundliches Völkchen in Erinnerung!

Tausend Dank!

Segeln ist vielleicht die unbequemste Art, sich teuer fortzubewegen. Segeln bei der Max Oertz Regatta ist aber auch die geselligste Art, sich fortzubewegen!

Autorin: Alice Rathgeber, 29.05.2017


12 mR Segelyacht Anita erhält den Max Oertz Regatta Klassiker Preis 201512er

Ein kurzer Bericht von der Teilnahme der 1938 gebauten 12 mR Segelyacht Anita an der Max Oertz Regatta

Und los ging es am Mittwoch, dem 27.05 Abends in Kiel, als nach und nach die Crew der 12 mR Segelyacht Anita unter Skipper Fabián Kuhl im Hafen von Kiel-Stickenhörn eintrudelte. Die Crew bestand aus 9 SeglerInnen, dem Skipper, 2 Wachoffizieren, 6 Jugendlichen und einem ungeborenen Kind im 4 Monat. Nach Übernahme, Einkauf und Crew Einweisung ging es dann allerdings erstmal in den British Kiel Yacht Club (BKYC), um ein paar Ducksteiner in Clubatmosphäre zu trinken. Es hat nämlich schon Tradition, den englischen Freunden die wenigen Ducksteiner in ihrem Kühlschrank leer zu trinken…


Früh am Donnerstag segelte die Mannschaft von Kiel los, um das Ziel Neustadt noch vor dem Sonnenuntergang zu erreichen. Bei herrlichen achterlichen Winden war die Anita nicht mehr zu halten und so waren die 90 Seemeilen bei 10 bis 11 Knoten fahrt schnell geschafft. In der Lübecker Bucht ging es dann jedoch nochmal gegenan und es gab auch ein paar mal was auf die Mütze.

Wind

Im Kommunalhafen von Neustadt angekommen gesellte sich die Anita dann zu zahlreichen anderen schönen Klassikern wie Schärenkreuzern, Drachen, Folkebooten und anderen Kreuzern. Abends wurde die Mannschaft im Regattazelt herzlich begrüßt und die ein oder andere Seemannsgeschichte fand ein offenes Ohr.
Freitag, 29. Mai war dann erster Regattatag und nach einem, von den Veranstaltern der Regatta sehr schön organisiertem Frühstück, ging es raus in die Lübecker Bucht zu den Up und Downs. Herrlicher Südwind mit 4 Bft, Sonne und kaum Welle… ideal für die Regatta und ein Ansporn für Anita sich von ihrer besten Seite zu zeigen.




Anita


Die zweite Wettfahrt war dann auch ein Start-Ziel Sieg. Die Jugendcrew hatte einen spannenden ersten Wettfahrt Tag.








AnitaCrew


Nach der Siegerehrung am Abend gab es das traditionelle grosse Spargelessen im Regattazelt mit Musik. Hier mussten die Skipper ihr gastronomisches Können unter Beweis stellen, denn es ist Brauch, dass die Skipper ihre Crews an den Tischen bedienen.








AnitaDer 2. Regattatag, der Samstag, zeigte sich ein wenig ungemütlich mit Wolken, Wind in Böen bis 6 Bft und teils heftigen Regen- und Hagelschauer. Zwischendurch aber doch immer mal wieder sonnige Abschnitte, die die Crew zum trocknen nutzte.









Anita

Kurz vor Beginn der Max Oertz Wettfahrt hatten vor allem die kleineren Boote mit dem Wetter zu kämpfen und ein Folkeboot lief voll Wasser und musste in den Hafen geschleppt werden. Kurz darauf ertönte das Startsignal für die erste Wettfahrt des Tages und wurde schon nach wenigen Minuten, Anita in Führung liegend, abgebrochen. Das Wetter wurde zu heftig für die meisten Segler und daher fällte die Regattaleitung die richtige Entscheidung abzubrechen. Es hieß „zurück in den Hafen“.

Nicht so Anita, die Crew entschied doch noch ein bisschen in der Lübecker Bucht zu segeln und so wurde es ein weiterer schöner Segeltag…

Abends kehre die Crew bei Sonnenschein zurück in den Hafen und wurde zur Siegerehrung mit der Verleihung des Max Oertz Klassiker Preises überrascht. Die Regattaleitung würdigte die Schönheit und den Zustand der S.Y. Anita, aber auch das Engagement der Crew und des Fördervereins „Freunde der SY ANITA e.V.“ zum Erhalt dieser einzigartigen Segelyacht.

Crew
Nach einer sehr kurzen Nacht, machte sich die Crew gegen 01:00 Uhr auf den Weg zurück nach Kiel. Ab in eine helle Mondnacht und den Sonnenaufgang. Für einige an Bord das erste mal Nachts unterwegs unter Segeln. Sonntags Nachmittags erreichte die Anita dann wieder Kiel, wurde dann von der Crew kurz aufgehübscht und dann schweren Herzens verlassen. Somit endeten nach 261 Seemeilen 4 intensive und schöne Segeltage auf der Anita.
http://www.freundedersyanita.de/
Von Fabián Kuhl mit einem großem Dank für den Spass an die Crew der Anita, den Organisatoren der Max Oertz Regatta 2015 und der STAG für die Förderung der Jugendlichen.
Alle Bilder der Anita unter Segeln mit freundlicher Genehmigung von Wolf Hansen Photography. © wolf-hansen-photography@web.de – www.sailingpix.de




Max Oertz 2012 oder Innensicht eines breiten Lächelns. 

Gezählt wie oft ich schon mit wechselnden Crews an der Max Oertz Regatta teilgenommen hab, hab ich nicht.
Bis dato wars immer mit dem Folke ViTo und immer wie mein Bruder Uli so sagt mit ner Laienspieltruppe. Will sagen alles unerfahrene Segler.
Von Regattaerfahrung ganz zu schweigen sind wir aber immer mit dem Anspruch angetreten nicht letzter zu werden.
Das ist uns auch meist gelungen, gab es aber immer wieder Hürden von Herzklabaster bis Bruch die uns abgehalten haben nicht nur die Up and Downs zu segeln, sondern auch bei der eigentlichen Max Oertz zu starten.
In 2011 hab ich gar nicht gemeldet weil ich die ViTo verkauft und Corinne gekauft hab und die Pfingstzeit genutzt hab die Corinne von Karlsham nach Travemünde zu überführen.
So also 2012 die erste Meldung zur Max Oertz der Corinne III wie sie korrekt heißt. Eine Carl Alberg Konstruktion im Auftrag des schwedischen Küstenkreuzerverbandes von 1934. Gebaut bei Errikson in Strengnäs. Der Name deswegen weil die Tochter des Konstrukteurs Corinne hieß und die drei für den dritten Entwurf steht. Vermessen als 40m² Kustkryssare und wurde unter den Mitgliedern verlost
Nun sie hat sich in der vorigen Saison schon ein paar bewundernde Blicke eingefangen. Auch bei den Folkes, denen ich immer noch nahe steh. Tja wie das so ist hab ich oft von den aktiven Regattafolkeseglern gehört zuerst kommt die Crew, dann kommt die Crew und dann das Unterwasserschiff und dann die Segel.
Das Unterwasserschiff hatte ich im Winterlager komplett abgezogen und neu aufgebaut, die Segel sind erst zwei Jahre alt und stehen gut, wenn du also das Potential der Corinne rauskriegen willst musst du den Fehler Dieter ausschalten.
Selbsterkenntnis oder der Bremser sitzt immer an der Pinne. Dann beim Wintertreffen der Folkes Carsten gefragt, willst du zur Max Oertz mit ner Laienspielcrew Corinne steuern? Antwort ok mach ich. Nun so kam’s dann auch.
Hab mir mit Thorsten noch einen segelerfahrenen Mann mit an Bord geholt. Also Carsten an der Pinne, Trimm und Taktik, Dieter damit er was lernt mit Carsten zusammen Trimm und Taktik, Mastmann und Spi stopfen, Axel zieht die Strippen und Thorsten auf dem Vorschiff.
Erster Start am Samstag zu den UP and Down. Magere Winde kleine 2. Carsten legt nen Nullstart mit viel Speed im Boot vor. Runden das Luvfass als zweiter. Spi hoch klappt. Ich nenn den das Blaue Wunder. Du fährst aber einen kleinen Spi sagen die anderen, aber er zieht. Auch nach der zweiten Kreuz immer noch hinter Luzi und Max und vor Coima. Spi hoch hoffentlich keine Eieruhr. Ne alles klar. Zielkreuz Tut zweiter. Super.
Spi wieder hoch und ab in den Hafen bei den mäßigen Winden keine zweite Wettfahrt mehr. Klug entschieden von der Wettfahrtleitung und eine schöne Wettfahrt gesegelt. Klasse für uns zum üben. Siegerehrung Corinne findet sich im Sandwich zwischen den Drachen Luzie und Max und Comia wieder. Alle KLR 123. Corinnne länger und breiter und doppelt so schwer wie die Drachen aber auch gut betucht. Bei den Bedingungen scheint der KLR zu passen.
Abends geniales Spargelessen. Für mich ist das die beste Jahreszeit so mit neuen Kartoffeln, Spargel und Erdbeeren.
Von Manfred Miera und seiner Gang so klasse zubereitet einfach unübertroffen. Tja en paar Grappa ins Glas für den zweiten Platz mit den Jungs geteilt und ein breites Lächeln im Gesicht. Gut geschlafen.
Sonntag Klasse Wetter ne 4 wird’s wohl Anfangs sein. Sind mit zwölf Booten in der Gruppe im ersten Start. Sehr gutes Timing von Carsten wieder bei Null mit Speed in der Mitte der Linie, rauschen da auf Steuerbordbug Comia und eine Schäre vor uns durch und nehmen die Parade ab. Aber wir liegen gut. Zweimal das Dreieck und ein Schenkel. Malamok Anfangs hinter uns im Ziel vor uns wie weit weiß ich nicht. Malamok KLR 126. Comia ganz vorn Luzi und Max hinter uns. Irgendwo zwischen zwei und vier meint Carsten.
Meine Familie ist vor der Preisverleihung eingetrudelt, sehr schön, ihr habt mir das hier ermöglicht, Danke.
Das Zelt ist voll, tolle Stimmung. Nun wir bekommen den dritten Preis in unserer Gruppe um sechs Sekunden am zweiten vorbei. Die haben wir wohl bei dem vertörnten Spifall im dritten Raumgang liegen lassen. Egal toller Erfolg für uns, der von einigen Folkeleutchen lautstark beklatscht wird.
An der Stelle mein Loblied auf die KLR Formel. Wir segeln mit dem gleichen Wert wie die Drachen ob schon die nur halb so schwer sind, lassen den einen einmal hinter uns und haben ihn tags drauf vor uns, und haben an den beiden Tagen unterschiedliche Windverhältnisse und sind eng an der 7 KR Malamok dran die uns etwas vergüten muss das passt so.
Wenn wir schon bei Lobliedern sind dem Orga Team der Max Oertz gilt ein großes Danke für ihre unermüdliche Arbeit die die jedes Jahr hier reinstecken, bedenke man das sind ja auch alles Menschen die gerne segeln!
Die Jessen und Melzer Band trägt wie immer zu einem gelungenen Ausklang bei. Hab noch nicht viele Seglerfeten erlebt wo so viel getanzt wird wie hier.
Morgens nach dem Frühstück lauf ich dann etwas versonnen über den Netzplatz, kommt Urte mir entgegen „na Dieter zufrieden?“ meine Antwort etwas einsilbig aber eindeutig „sehr“ sag ich mit breitem Lächeln im Gesicht.

Lieben Gruß
Dieter, von der Corinne III 




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